Sonntag, 12. Juli 2015

Miezekuh, der Freigeist

So langsam hat das Biest alle meine Anlocktaktiken durchschaut. Gestern abend hat sie sich nach Einbruch der Dunkelheit zwar immer in der Nähe des Hauses rum getrieben und hat sich blicken lassen, wenn ich sie gerufen habe, aber ins Haus wollte sie nicht... Sie wird schon ein Plätzchen zum Schlafen finden und sich morgen ihr Frühstück abholen. Für den Fall der Fälle hab ich auch die Klappe wieder freigeschalten. Aber nein... Madamme will nichts essen,  zumindest nicht von mir. Als sie sich bis eben, nach fast 17h noch immer nicht gezeigt hat, da bin ich ans Ende des Grundstücks gelaufen, an den Weiher und hab nach ihr gerufen.  Und siehe da, ein Blick, ein Maunzer und ab die Post, weg von mir :( Bei der Gelegenheit hab ich doch gleich mal unseren Nachbarn kennen gelernt. Er wohnt ja nicht da und war nur zum Gießen da. Eine Johannisbeerstaude hat er an den Zaun gepflanzt. Er hat die Schönheit von unseren beiden gelobt :) Ich glaube, er meinte das Linchen, als er gesagt hat, dass sie wohl anfangs ganz mutig auf ihn zu stiefelt und dann doch lieber Reiss aus nimmt.
Na, jedenfalls hab ich gesehen, dass die Kuh noch lebt und es ihr gut geht. Mal sehen, ob sie heute Nacht zuhause schlafen möchte... Morgen soll es ja wieder regnen, da wird sie ja hoffentlich heim kommen wollen!

Nachtrag: ca. 20 min nach diesem Post kam sie erhobenen Hauptes die Wiese lang gewackelt, mit gackernden Ankündigen die wohl sowas heißen sollten wie "Eh, Mutti, mach die Türe auf, mir hängt der Magen durch.", denn während ich das Nassfutter bereitete, hat sie sich schon mal am Trockenfutter zu schaffen gemacht :)


Jetzt ist sie ganz schön müde und geschafft, aber mit mir die Bank teilen will sie nicht...

Kommentare:

  1. Hallo,
    wie sich die Geschichten (fast) gleichen: während sonst unser Kater kommt, sobald ich rufe, kam er gestern erst nach Aufstöbern im Unterholz nahe an uns heran, ließ sich aber nicht einfangen und lief unhaltbar davon; 'ne halbe Stunde später konnte mein Mann ihn nach erneuter Suche mit ins Haus bringen. In der Zwischenzeit war ich aber ein Dutzend Mal draußen - und meine Stimmung schwankte beständig zwischen ärgerlich und ängstlich.
    Ein Glück, daß Miezchen wieder da ist. Wenn Du die Klappe schließt, wird sie auch vermutlich heute Nacht wieder in Deinem Bett schlafen.
    Euch allen alles Liebe
    Bärbel

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  2. Die Miezekuh genießt ihr Leben draußen total, was? :-) Mama hat immer total Angst - da fiebert sie immer mit dir mit, ob die Kuh nach Hause kommt oder nicht. Bei uns wäre Mama schon tausend Tode gestorben :-)
    Schnurrer Engel und Teufel

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  3. Hallo, liebe Ute,

    ich hoffe ja von ganzem Herzen, dass die kleine Haley immer wieder
    nach Hause finden wird. Ich kenne die Kehrseite der Freigänger
    in meinen vielen Jahren, in denen ich Katzen betreue, nur zu gut.
    Leider musste ich erleben, dass einige Katzen für immer verschwunden sind. Ich habe natürlich niemals erfahren, was
    ihnen Böses widerfahren ist.
    Auch bei meinem Pitti schwingt immer die Angst mit, wenn er
    draußen herumstromert.
    Natürlich ist es klar, dass es der süßen Haley draußen prima
    gefällt. Vögel fangen usw. kann man zu Hause nicht. Und wenn
    Katz erstmal die Freiheit erlebt hat...
    Es freut mich, dass sie dann doch noch gekommen ist und
    mächtigen Hunger hatte. Und dann auch noch geblieben ist
    und sich ausruhen musste!!!
    Ich drücke euch beide Daumen!

    Liebe Grüße von
    Elke

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